FAQ

Was genau ist unter SLM zu verstehen?

SLM ist die Abkürzung für den englischen Begriff Selective Laser Melting (deutsch: Selektives Laserschmelzen). Umgangssprachlich wird das Verfahren auch 3D-Metall-Druck genannt.

Die Bauteile entstehen durch das vollflächige lokale Verschmelzen pulverförmiger Schichten schweißbarer Metalle mit Hilfe eines Lasers. Die Bauteile weisen eine sehr hohe Dichte auf, die zu vollwertigen mechanischen Eigenschaften und hoher mechanischer Belastbarkeit führt.

Neben der reinen SLM-Herstellung können Bauteile auch im sog. Hybridverfahren produziert werden. Dabei werden auf konventionell hergestellte Grundkörper durch das additive Verfahren entsprechende Geometrien aufgebracht.

Was sind die Vorteile des selektiven Laserschmelzens?

Als ein grundlegendes Verfahren der additiven bzw. generativen Fertigung, bietet das selektive Laserschmelzen eine Reihe von Vorteilen gegenüber konventionell gefertigten Bauteilen:

  • Direkte Herstellung aus CAD-Daten
  • Vollwertige mechanische Eigenschaften
  • Homogene Gefüge, Dichte > 99,8%
  • Herstellung in kürzester Zeit
  • Keine Kosten für Werkzeuge und Formen
  • Völlig neue Gestaltungsfreiheit
  • Funktionsintegrationen, wie z.B. Leichtbau und innenliegende Geometrien
  • Ressourceneffizienz

 

Gerne beraten wir Sie dazu, wie Sie die Potentiale des Verfahrens ganz individuell für Ihr Bauteil und Ihren Prozess heben können.

Welche Materialien können verarbeitet werden?

Aufgrund umfassender interner Erprobungen, warten wir mit einer großen Materialpalette auf:

  • Aluminium 3.2381 AlSi10Mg
  • Aluminium 3.2163 AlSi9Cu3
  • Edelstahl 1.4404 X2CrNiMo 17-12-2
  • Inconel 625 2.4856
  • Inconel 718 2.4668
  • Titan 3.7165 TiAl6V4
  • Werkzeugstahl 1.2709 X3NiCoMoTi 18 9 5

 

Weitere Metalle und Kunststoffe auf Anfrage.

Was sind die maximalen Abmessungen für ein Bauteil?

Die maximale Größe des zu fertigenden Bauteils ist im Wesentlichen abhängig vom Umfang des verfügbaren Bauraums. Wir stellen Ihnen Bauräume von  280 x 280 x 300 mm bereit.

Für den Produktionsprozess verschweißen wir das Bauteil zu Beginn einer Grundplatte. Die Fixierung dient der Wärmeableitung als auch der mechanischen Stabilisierung. Wabenförmige Stützstrukturen werden an Stellen benötigt, an denen eine Kontur nicht auf einer vorherigen Kontur, sondern ins lose Pulverbett, aufgeschmolzen wird.

Die Bauteile werden zeit- und kostensparend in einem Arbeitsgang gefertig.

Sind die mechanischen Eigenschaften vergleichbar mit Walz-, Schmiede- oder Frästeilen?

Eindeutig ja! Die im SLM-Verfahren hergestellten Bauteile sind nach dem Bau direkt einsetzbar und sind vergleichbar mit Schmiede- oder Walzteilen. Sie verfügen über vollwertige mechanische Eigenschaften und eine homogene Gefügedichte von mehr als 99,8%. Die Aluminiumlegierung AlSi10Mg besitzt sogar bessere Eigenschaften als im Sandgussverfahren.

Sind innenliegende Strukturen und Hinterschneidungen realisierbar?

Eindeutig ja! Durch den schichtweisen Aufbau der Bauteile entsteht eine völlig neue Gestaltungsfreiheit bei der Entwicklung von Produktion und Produkten. Die Konstruktion lässt sich von der Funktion des Bauteils her denken. Anders als bei den meisten konventionellen Verfahren sind innenliegende Strukturen und Hinterschneidungen ganz einfach zu realisieren.

Welche Lieferzeiten sind bei SLM üblich?

Je nach Projektumfang kann die Lieferzeit nur wenige Tage betragen. Liegen freigegebene Daten vor, liegt der eigentliche Druckvorgang regelmäßig unter 24 Stunden.

Wir beraten Sie gerne Alle Potentiale der additiven Fertigung ausschöpfen - mit uns!